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Oh, es fing spät an 2016!in der Werft 2016

Kranen 2016 

-aus zwei Gründen, der objektive war,

dass das Boot 2015 Wasser am Ruderkoker

genommen hat,

in Fahrt ein Wassereimer am Tag. Im Hafen nicht. Der Sache sollte auf den Grund gegangen werden. Im Winter hätte ich nichts mit Harz ausbessern können, also in die Werft (Frank Schuberth Bootsservice, Rostock-Gehlsdorf, nachdem die Schiffe dort im Wasser sind. Dann ist es warm genug, dass das Laminat trocknet und Reparaturen ausgeführt werden konnten. Es ist dann doch etwas spät geworden, aber das Problem entdeckt und fachmännisch behoben.

 

Bei einer vorhergehenden Reparatur in Schottland, bei der das Kokerrohr schon einmal einlaminiert wurde, wurde gepfuscht. Gleichzeitig hat der Motorenschlosser "Rübe" (Rüdiger Albrecht) den Motor durchgesehen, Zylinderkopf und Einspritzdüsen überholt.

 

Alles klasse gelaufen, ich empfehle euch weiter!

 

Am 3. Juni war Krantermin, eine Woche probieren, Boot ausrüsten, am Montag, 13.06. abends geht es los. Die Tage herrschte NO-Wind, nicht die beste Wetterlage, um nach NO zu segeln. Am Montag Ost, da komme ich schon mal zum Darßer Ort.

Trotz reduzierung der Geschwindigkeit, Fock statt Genua bin ich noch im Dunkel vor dem Weststrand vor Ahrenshoop. Der Wind aus Ost, der mit 5-6, Böen 7 angesagt war schlief langsam ein, so dass Ankern und schlafen angesagt war.

Früh ging es weiter nach Barhöft auf die Reede, ein wunderschöner Spätnachmittag und Abend bei Rotwein. Hier war ich früher (vor 30 Jahren bei Picknick an Land und vor 20 Jahren mit meiner Wohnschute) schon einmal und alte Erinnerungen kommen auf - und so wird es auf dem Törn weiter gehen. Vom Darßer Ort habe ich es noch mit Segeln versucht, aber bei dem flauen Wind und Strom gegenan bin ich nicht voran gekommen. Motor.

 

Jetzt muss ich auf den zweiten Grund zurück kommen, den subjektiven:

Nachdem ich im letzten Jahr die Ostsee umrundet habe (Polen, Königsberg, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden, Dänemark, bis Haparanda, fehlte irgendwie die Motivation. So, wie mein Boot kam auch ich nur langsam in Gang.

Das es nun nach Rügen geht, liegt an dem Blues-Festival, "Blue Wave" in Binz. 3 Tage Blues, am Tage auf dem Kurhausplatz (Eintritt frei) und abends in Retaurants oder Bars. Ziel war also Seedorf oder Baabe am Bodden und Wanderung nach Binz. Dort hatten wir Ferienwohnungen gebucht. Eigentlich hatte ich wieder die Alands und Schweden im Fokus und ein Freund war schon voraus gesegelt. Von dort höre ich, es ist kalt.

Reede Barhöft 2016

Ab Barhöft habe ich den alten Faden wieder aufgenommen. Ich kenne fast alle Ecken an Land von Land aus und bin den Törn, wie gesagt, schon einmal mit meinem damaligen 24m-Binnenschiff "Mutafo" gefahren. Nordrügen ist ja fast immer Etappenhafen oder Hiddensee ein Ziel.

Das die Insel schön ist, klar. Aber das sie so schön ist! Und noch schöner geworden ist! Und hier vernünftige Preise an der Tagesordnung sind!

Ankern ist ja ganz kostenlos und hier gibt es viele                                                                                     Reede Barhöft, das Fahrwasser zum Grabow

Ankerbuchten, nach Barhöft segle ich in die Glewitzer Wiek. Die meisten Segler sind heute von

Steckdose zu Steckdose und warmer Dusche unterwegs. Da bin ich mal wieder allein auf dem Ankerplatz mit der Natur.

Im letzten Herbst (HanseMesse) habe ich mir ein flexibles, zusammenklappbares Solarmodul gegönnt, dass mehr als 100 Watt leistet, dazu das alte Windrad, da muss ich auf den Stromverbrauch nicht mehr achten und kann auch mein AIS in vollem Umfang nutzen.                                                 

 

15.06.  Der Anker fällt schon um 14.30 Uhr, mitten in der Wiek. Hinein kommt man durch ein enges Fahrwasser, 20 m, dann öffnet sich die Wiek.

Es ist mit der Dyvig in der Insel Als zu vergleichen, nur gibt es dort inzwischen zwei Marinas und es ankern täglich mindestens 10 Yachten dort.

Ich bin ganz allein mit Schwänen und Enten. Leider beginnt es zu regnen, so dass ich keine Lust habe das Beiboot aufzublasen, um alle Ecken zu

erkunden. Es gibt noch einen Rückweg! Als ich morgens auslaufe, holt der Fischer seine Aalreusen ein. Seinen Aalfang kann ich nicht erkennen,

aber im Glas sehe ich einen kapitalen Hecht, der in einer Aalreuse stecken geblieben ist.

 

 Fischanlandestelle Neu ReddevitzFeld bei Seedorf

 

 

 

 

 

 

 

 

16.06. Heute will ich in einen Hafen, von dem ich nach Binz wandern kann. Die Entscheidung fällt auf Seedorf und dort intuitiv auf den Forellensteg. Man ist das hier schön! Der Hafenmeister "Uwe" empfängt einen noch und nimmt die Leinen an. Gutes Essen im Ort zum vernünftigen Preis. Warum fahre ich immer nach DK oder Schweden oder noch weiter?

 

Seedorf

 

 

 

Vom Steg in Seedorf (hier wird gerade die Brücke erneuert) bin ich in 1,5 Stunden nach Binz gewandert. Ein herrlicher Wanderweg, erst durch die Wiesen, dann über die Granitz nach Binz. Leider regnet es den ganzen Weg und ich bin pitschenass, als ich ankomme. Umziehen und zu den Konzerten, 3 Tage, wenig Schlaf, viel gute Musik, nette Leute, wie im Hafen.

 

 

StraßenmusikBlue Wave

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 19.06. geht es dann wieder zurück zum Boot. Meine Freunde wollen mich nach Seedorf bringen: der Arme, muss so weit laufen! Ich danke und komme auf dem Weg wieder auf das Schrittmaß /Log des Seglers, der hier  ja nur 5 oder 10 Meilen segeln muss, um den nächsten Hafen oder die einsame Ankerbucht zu erreichen.

Zurück im Hafen werde ich freundlich von dem Hafenmeister, Uwe Rosengarth, begrüßt. Hier in Seedorf ist man in einer großen Familie. Immer ist jemand da, der die Leinen annimmt, beim Hafenmeister gibt es gekühlte Getränke, abends wird gemeinsam Fußball gesehen.

Ich treffe Segelfreunde aus Rostock, Heidi und Peter Behrens, einen Segler aus Berlin, der hier immer den Mai/Juni verbringt, solange es für ihn auf der offenen Ostsee noch nicht warm genug ist. Es gibt hier auch eine hervorragende Weinbar mit kleinen leckeren Snags, die den Aufenthalt versüßt und verlängert. Also, hier besteht Gefahr, dass das Boot fest wächst!

Peilturm Peenemünde

 

Nachdem ich noch die schöne Umgebung durchwandert habe segle ich am 22.06. weiter über den Greifswalder Bodden nach Freest, vorbei an den alten Peiltürmen von Peenemünde. Im Hafen treffe ich den Mitarbeiter der Fischereiaufsicht, der hier viel zu tun hat, ein lebhafter Fischereihafen. Ich bekomme den Tipp auf einen bestimmten Kutter zu warten, der in Kürze mit Steinbutt einlaufen wird. Ich nehme den kleinsten, der gerade noch in meine Pfanne passt. Mann, sind das dicke Dinger! Und die schmecken!

Auf der Werft werden noch Holzkutter repariert.

 

 Freest Hafen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23.06. Es weht wieder ein frischer Wind und ich will nochmal über den Greifswalder Bodden segeln. Die kleinen Wellen erlauben sogar bei am Wind Kursen hohe Geschwindigkeit. Die Prospekte versprechen viele Seehunde. Ein Ausflugsdampfer bietet Seehundtouren. Vom Fischereiaufseher habe ich erfahren, dass sie auf dem „Großen Stubber“, einer trocken fallenden Untiefe im Bodden zu finden sind. Ich segle also zum Stubber, vor mir ist auch ein Ausflugsschiff dort, leider aber keine Seehunde, nur Kormorane. Weiter geht’s in die „Zicker See“ zum Ankern. Beim ersten Mal hält der Anker nicht, zweiter Versuch, jetzt hält der Anker. Schlauchboot aufblasen? Ach, nee, Urlaub, in die Abendsonne sehen und Bier trinken, Urlaub!

Später laufen noch mehrere Boote an mir vorbei zum Hafen Thiessow, keine Bewegung auf den Schiffen, wie von Geisterhand rollt sich erst die Genua ein, dann das Groß in den Mast. Bei mir steht die Genua noch an Stagreitern, beim Groß macht mir ein Lazy Jack (zu deutsch: „Faulenzer“) die Arbeit leichter, aber es ist immer noch Arbeit!

So verändern sich die Zeiten, aber im Museumshafen bin ich kein ordentliches Mitglied, weil mein Boot zu modern ist!

Am nächsten Tag erkunde ich noch die rügenschen Häfen am Greifswalder Bodden, keiner ist so schön und geschützt, wie Seedorf. Also segle ich wieder dahin zurück, Heidi will mich am Wochenende besuchen kommen, da sollte es der schönste Hafen sein und ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Das erste Ziel ist die Moritzburg in Moritzdorf über dem Zugang zum Selliner See.

Heidi MoritzburgMoritzburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als ich vorher den Weg allein gegangen bin habe ich einen Pirol wegfliegen sehen, toll, habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Von Moritzdorf nach Baabe setzt man mit einer Ruder-Fähre über, harte Arbeit für den Euro pro Person. Da kann der Fährmann nicht viele Pausen machen. Wir laufen weiter nach Baabe an die Ostseeküste und von dort nach Sellin und weiter um den Selliner See.                       Im "Seeblick" in Neuensien gibt es Dorsch auf Senfgurken, ein Tipp der Weinbar in Seedorf, lecker!

Es sind herrliche Sommertage, fast zu heiß.

Am nächsten Tag fahren wir ein kleines Stück mit dem Auto und wandern dann in die Granitz zum Jagdschloss.

 

 

 Sellin SeebrückeSeeliner See wird entschlammt

 

 

 

 

 

 

 

 

 Turmtreppe im Jagdschloss GranitzNeuensiener See vom Jagdschloss aus

 

 

 

 

 

 

 

 

 Blick vom Jagdschloss zum Neuensiener See

dahinter liegt Seedorf

 

 

 

 

 

 

 

26.06. Heidi ist wieder abgefahren, die Gewitter sind durchgezogen, Deutschland gewinnt im Fußball. (Das Spiel habe ich in der Weinbar gesehen. Auch hier gehöre ich schon zur Familie.) Jetzt blase ich endlich mein Beiboot auf, um mehr auf Tuchfühlung mit der Landschaft gehen zu können.

27.06. Auf geht es in den Peenestrom nach Krummin, vorbei an Freest.

Wieder geht es bei frischem Wind schnell über den Bodden nach Wolgast. Bei der Hornschen Werft mache ich kurz fest, um Brot zu kaufen und auf die Brückenöffnung zu warten. Hier treffe ich wieder eine Gemeinschaft von Bootsfahrern, die sich nicht vom Steg lösen können. Ein kleines Bistro mit offensichtlich guter Küche und liebevoller Betreuung (Circe) lässt die Motorbootfahrer nicht los. Es ist ja soo anstrengend, ablegen, anlegen, wenn wir doch hier alles haben, was wir brauchen! Für mich gibt es lecker Fischbrötchen.

Krummin WasserwanderrastplatzWolgast Brücke

 

                                                                           

 

 

 

 

 

 

Wasserwanderrastplatz Krummin

                                                                            liebevoll gestaltete Anlage 

 

Im Nachbarort von Krummin, Neeberg wohnt ein ehemaliger Kollege, den will ich besuchen, Erich. Er ist, vor allem, ein Gartenkünstler, seine Frau betreibt die „Galerie im Hühnerstall“ und einen Feng Shui Garten, wirklich sehenswert!

Neeberg Galerie im HühnerstallNeeberg Erichs Garten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag geht es um die Ecke nach Netzelkow. Den Betreiber des Anlegers und des Restaurantschiffes, Dr. Peter Stadermann, kenne ich von meiner früheren Arbeit. All den Leuten hatte ich vor langer Zeit versprochen, sie einmal mit dem Boot zu besuchen. Das erfülle ich jetzt und so wird die Reise z.T. zu einer Reise in die Vergangenheit (alte Kollegen, alte Geschäftspartner, altbekannte Orte). In Netzelkow treffe ich wirklich Vergangenheit, ein maroder, gesperrter Anleger, aus der Karte ist ersichtlich, dass die Wassertiefe für Deep Blue nicht reicht. An den ersten Heckpfählen (ausgediente Bohrgestänge aus der Erdölzeit) kann ich, schon im Schlick, fest machen. Von dort geht es mit dem Schlauchboot zum „Restaurantschiff“ in die DDR-Vergangenheit. Das Essen verkneife ich mir, nachdem der Wirt einem Gast erklärt hat, dass Fisch am besten kurz angebraten (wegen der Farbe) und dann in der Mikrowelle gegart wird. Dazu gibt es den super hausgemachten Kartoffelsalat. Vorher hatten Gäste sich schon an den gegrillten (und dann in der Mikrowelle erwärmten) Rippchen versucht.

Immerhin erfahre ich von Peter Stadermann (er ist eine schillernde Persönlichkeit, es lohnt sich mal bei Wikipedia nachzulesen) viele Neuigkeiten (z.B. über die Geldverschwendung in Naturschutzprojekten, hier auf der Insel Görmitz) und alte Geschichten über die Rostocker Hafenentwicklung um 1960 und das Scheitern des Moorgraben-Projekts am Schnatermann.

29.06. Nachdem ich das Fußballspiel Deutschland gegen Slowakei noch in Seedorf (3:0) gesehen habe, großer Jubel, wollte ich das Spiel der Polen in Polen, Swinemünde sehen. Brückenöffnung 8.45 Uhr verpasst. Meine Uhr geht nach, 15 min zu spät, Ankern, Baden, zweites Frühstück, Regenschauer abwettern. 12.45 Uhr nächste Chance. Inzwischen scheint die Sonne wieder. Wieder alles richtig gemacht!

Jetzt befinde ich mich in einem Regattafeld, Berlin-Brandenburgischer und Ückermünder Segler! Vor der Brücke geht es zu, wie an der Startlinie zu einer Jollenregatta. Nicht nur, dass jeder der erste durch die Brückenöffnung sein will, sondern „Gegner" werden auch abgedrängt. Dieses Schauspiel schaue ich mir mit Vergnügen an. Regattasegler war ich auch mal, so komme ich gar nicht so schlecht weg. Dann, zack ist auf den anderen Booten die Rollgenua entfaltet und es geht durch das enge Fahrwasser, Motor läuft volle Pulle mit. Ich brauche Zeit, setze zuerst das Großsegel, da läuft mein Motor noch im Standgas mit. Der Autopilot steuert nicht so genau in den wechselnden Strömungen, trotzdem wird für den Einhand-Segler, der am Mast steht, kein Meter Platz gemacht, böse Blicke, Position halten! Der nun achterliche Wind nimmt zu, ich habe inzwischen Fock und Besan gesetzt und es geht mit gut 7 kn voran Richtung Polen. Mit dem zunehmenden Wind wird auf den anderen Booten die Genua immer weiter eingerollt, bald wird nur noch mit Motor gefahren. Manchmal denke ich, etwas weniger Segel würden es auch tun, aber nun erst recht! Man lässt mich ziehen. So komme ich früh durch die Kaiserfahrt nach Swinemünde und finde einen schönen Platz in der Marina.

Fahrt im Großen Haff

Zecheriner Brücke Rennfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kaiserfahrt

Kormorane überall am Haff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

01.07. Die Polen haben am Abend im Fußball gegen Portugal im 11-m-Schießen verloren, nach großem Lärm war es dann plötzlich ganz still.  Kein Freibier!

Die Stadt hat mir nicht sonderlich gefallen. Die technischen Anlagen der neuen Marina machte auf mich und meinen schwedischen Nachbarn einen ziemlich herunter gekommenen Eindruck; im Fort „Engelsburg“ wird ein Sammelsurium von alten Gegenständen und Nippes ausgestellt und eine historische Karte von Polen, die  irgendwie nicht stimmen kann. Auf meine Frage, wieviel der Stadt im Krieg zerstört wurde, konnte man mir keine Antwort geben (viel). Das ist einfach schade.

Es gibt einige schöne alte Straßenzüge im Jugendstil und jetzt mit EU-Mitteln (Leader) neu renovierte Häuser. Swinemünde war sicher einmal eine sehr schöne kleine Stadt.

Engelsburg Kinderbelustigung Kitsch und KrimskramsPolski Schach

 

 

 

 

 

 

 

 

 Fort Engelsburg (ähnelt der Engelsburg in Rom), Zitadelle

Polski Schach

 

Swinemünde LeuchtturmSwinemünde Molenfeuer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Leuchtturm                                                                                                                                                                                                                                         Molenfeuer

 

 

02.07. Mich zieht es wieder nach Rügen zurück. 8.00 Uhr passiere ich die Molen zur Ostsee und am Wind geht es entlang der Usedomer Küste nach Norden. Nachmittags 15.00 Uhr bin ich wieder fest in Seedorf. Das ist nicht sonderlich einfallsreich, aber am Abend spielt Deutschland gegen Italien und bei dem unbeständigen Wetter ist Seedorf einfach der ideale Hafen.

03.07. Aufbruch nach Hause. Rainer Wäsch (sailing rainer) kommt auf seiner Wohnwagentour nach Rostock und da muss ich ihn doch begrüßen und seine Frau Ilse kennen lernen. Wir haben uns im letzten Jahr desöfteren auf unserer Ostseerundfahrt getroffen und gemeinsame Pläne diskutiert. Von ihm haben wir viele Tips für die Reise bekommen und ich konnte ihn animieren, von Vaasa aus nicht in Richtung Höga Küsten zu segeln, sondern mit uns nach Haparanda zu gehen. 

Das Wetter machte es nicht so leicht wieder nach Westen zu segeln. Erste Etappe bei strammem Westwind Stralsund, Marina an der Nordmole, zweite Etappe am 04.07. Barhöft, Reede. Am Dienstag soll der Wind kurzzeitig auf Süd drehen, die Chance nach Westen voran zu kommen. Auf der Reede finden sich dann am Abend auch drei weitere Boote ein. Mein Versuch ein wenig zu schlafen, gelingt mir nicht. Um 02 Uhr soll der Wind bis 05 Uhr auf Süd drehen, mittags dann vor Rostock aber schon wieder auffrischen und wieder auf West drehen, das ist das Zeitfenster. 22 Uhr ist der Wind aus West eingeschlafen und ich tuckere schon mal langsam in’s Gellenfahwasser. Draußen kann ich Segel setzen und Kurs WNW laufen. Der Wind dreht langsam südlicher und ich mit ihm, so dass ich genau an den Rifftonnen Darßer Ort ankomme und dann geht es noch südlicher zur Ansteuerung Rostock. Alles richtig gemacht, morgens 8.30 Uhr bin ich fest am Schnatermann, zu Hause.

 

Abend am Ankerplatzzurück am Schnatermann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrigens, ich soll nicht so viel vom Schnatermann reden (und am besten mein AIS-Signal ausschalten), wir wollen unter uns bleiben. Na, ich glaube die Marina ****-Segler kommen ohnehin nicht.

 

09.07. Rainer ist gestern mit seinem Wohnwagen planmäßig auf dem Zeltplatz Markgrafenheide angekommen. Wir zeigen ihm und Ilse meine "Heimathäfen "Schnatermann" und Museumshafen, die Altstadt und trinken am Nachmittag Kaffee an Ilse's Wohnwagen. Sie stellt klar, das Boot "Svantje" gehört Rainer und mir der Wohnwagen, Urlaub hat nur Ilse, Rainer ist der Fahrer.

Am Montag bekommt der Fahrer noch einmal frei und besucht mich am "Schnatermann". Mit dem Beiboot erkunden wir Hafen und Kanäle.

 

Rainer 2Rainer1 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt verfolge ich mit Spannung Rainers Reiseberichte auf dem Landweg und mach mein Boot wieder klar, um in See zu stechen, vermutlich erst einmal nach Westen, um dann, wenn Heidi im August Urlaub hat, nochmal nach Rügen zu segeln. Ist das nicht die beste Empfehlung?

 

Ende Juli geht es zur Travemünder Woche. Am 28.07. segle ich nach Kühlungsborn und von dort am 29.07. nach Travemünde. Ein Segler am Schnatermann verbringt dort schon den ganzen Sommer und reserviert dort einen Liegeplatz im Fischereihafen für mich.

Travemünde 29.07.16

Travemünde Fischerhafen 29.07.16Travemünde Hafen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Fischereihafen Travemünde ist schon ein interessanter Hafen nach meinem Geschmack, Segelboote neben Fischkuttern oder Berufsschiffen. Persönlicher Kontakt zur Hafenmeisterin, moderate Gebühren, am Ortskern gelegen, Imbissbuden im Hafengebiet, alles sehr familiär.

Die Travemünder Woche ist eine sehr kleine Stiefschwester der Rostocker HanseSail, es fehlen die Großsegler, überhaupt traditionelle Schiffe. Ich habe den Eindruck, die Travemünder Woche findet, neben einigen Jugend-Segelregatten, nur als Fressmeile auf der Promenade statt. Immerhin gibt es abends bei strömendem Regen ein Rockkonzert statt.

Ich fahre weiter nach Lübeck zu meinem Freund Walter, der auf einem Schlepper wohnt. Auf der Trave trifft man neben wenigen Seglern, große Frachter und Fähren, aber man segelt auch an schönen Ankerbuchten und Uferabschnitten entlang.

 Walter

 

 

 

 

Am 31.Juli geht es zurück nach Kühlungsborn, der Wind ist günstig. Nach dem Mittag komme ich dort an. Der Ort mit seinem Flair an der Marina ist schon etwas Besonderes. Das Marinamanagement? Ich checke ein, der Computer erkennt sogar mein Schiff vom Besuch in der letzten Woche wieder. Bisher musste man sich dort jedes Jahr neu anmelden, weil die Programme geändert wurden und die Daten nicht überspielt werden konnten. Als ich Stunden später aus dem Ort zurück komme hängt eine Banderole am Seezaun, ich solle mich umgehend im Hafenbüro melden. Die Hilfshafenmeister haben keine Informationen, wer bezahlt hat, erstaunlich für eine große moderne Marina. Ich kenne viel kleinere Häfen, wo die Hafenmeister die Infos vom Zentralrechner auf ihre Smartphones bekommen.

Windhöschen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück nach Rostock geht es, zur HanseSail und um Heidi abzuholen zu unserer eigentlichen Urlaubstour. Jetzt fängt der Urlaub an!

11. August: Aufwartung bei der Hansesail, Captains Reception in der Nikolaikirche. Es sind erschreckend wenige Teilnehmer anwesend, sowohl allgemein, als auch vom Museumshafen. Wie immer Jimmi, Rolle, Hubert, Conny und ich. Umso besser werden wir von den Servicekräften mit Getränken umsorgt und es gibt kein Gedränge an den Buffets.

12. August: Einweisung zuhause, Blumen gießen, Fische füttern.

13. August: Abschied vom „Schnatermann“ mit Grillen und Rotwein trinken. Die HanseSail sorgt am Ende für das Feuerwerk zum Abschied.

danach kommt der RegenbogenMichas Gäste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14. August: 7.30 Ablegen vom Schnatermann, 8.00 Uhr passieren wir die Molen, Richtung Darßer Ort. Mit Fock und Großsegel geht es zunächst gut voran, später kommt das Besansegel dazu. 13 Uhr haben wir Darßer Ort gerundet. Bis jetzt war es durch die See schaukelig, ab Darßer Ort mit genau achterlicher See und Wind fast unangenehm. Immerhin wir können unsere Kurse anliegen und sind 16.30 auf dem Ankerplatz Barhöft fest. Dieses Mal liegen schon zwei Boote dort und später sind wir insgesamt 6 Boote. Der Wind schläft ein und es wird ein sehr schöner Abend am Ankerplatz, die Sonne scheint und ich gehe Baden.

Beim Einlaufen waren zwischen Bock und Hiddensee zwei Segelboote in Legerwall neben der Fahrrinne auf Grund gelaufen. Zwei große Segelboote bemühten sich, sie  gegen Wind und Wellen frei zu schleppen, was aber bei dem auflandigen westlichen Wind um 4-5 Bf ein aussichtsloses Unterfangen war. Später kam der Rettungskreuzer und hat den Job erledigt.

15. August: Ruhige See und Sonne verwöhnen uns. Morgentliches Bad und Frühstück. Wir wollen nur bis Stralsund und verlassen als zweitletztes Boot den Ankerplatz.

Heidi ist begeistert von Stralsund und wir beschließen, noch einen zweiten Tag dort zu bleiben, besuchen Ozeaneum und Meeresmuseum, genießen die kulinarischen Angebote der Stadt.

StralsundStralsund1 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 17.08. nehmen wir die Brückenöffnung 12.20 Uhr und segeln zum Ankerplatz in der Glewitzer Wiek. Als einige Boote mit vermutlich gleichem Tiefgang an uns vorbei nach Puddemin motoren, machen wir das Schlauchboot klar und besuchen Puddemin. Das Fahrwasser ist eng aber durchgehend 2,5m berichten die Puddeminer. Leider steht die Appartmentanlage zum Verkauf und die Gaststätte ist geschlossen, kein Grund dorthin weiter zu fahren. Der Wind hat inzwischen aufgefrischt und wir kommen nicht mehr ganz trocken mit dem Schlauchboot zurück zum Schiff.

Wir wollen am nächsten Tag die Halbinsel Glewitz Ort besuchen und treffen am Steg des Gehöftes einen Angler, der uns schon vor der gnatzigen Besitzerin warnt. Wir fragen sie höflich, werden aber unfreundlich abgewiesen, Privatbesitz! Insulaner!

 

Glewitzer Wiek1

Glewitzer Wiek 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19.08. Weiter geht es nach Seedorf, wir wollen dort wandern. Auf dem Weg nehmen wir noch die Enkelkinder Bruno und Fritz in Neu Reddevitz an Bord, die Familie macht da gerade Urlaub. In Seedorf lockt uns der Anleger Forellensteg, die Weinbar am Kommunalsteg und die vielen Wandermöglichkeiten rund um den Ort. Der Eigentümer des „Forellenstegs“ ist selbst Segler und Mitorganisator der „Regatta rund Stubber“, dort ist man gut aufgehoben. Wir erleben dort  am Wochenende noch ein Hafenfest und sind total enttäuscht. Das Fest hat überhaupt keinen Bezug zu dem Ort und könnte überall stattfinden. Zum Glück wollen wir ja ohnehin wandern und bleiben so lange es geht fort.

Liegeplatz in Freest 22.09.16

22.08. Nächstes Ziel ist wieder Freest. Ich war ja bereits vor einem Monat hier und wollte Heidi den quirligen Fischerhafen und die Bootswerft zeigen. Auch diesmal gab es viel Betrieb, viel Fisch im Hafen und im Hotel Leuchtfeuer. Heidi gefällt es hier ausnehmend, aber nach der Nacht hat sie dann genug von der Betriebsamkeit und wir verholen uns erst einmal nach Wolgast zur Schiffswerft Horn und machen eine Stadtbesichtigung. Die Stadt und der Hafen sind sehr schön restauriert, wir klettern auf den Kirchturm und haben einen tollen Ausblick auf den Peenestrom. Am späten Nachmittag legen wir ab und segeln ins Achterwasser, mal sehen, wie weit wir kommen. Es ist ein wunderbarer sonniger Nachmittag, leider läßt der Wind immer mehr nach.

Es dämmert, als wir Lassahn passiert haben, raus aus dem Fahrwasser und ankern.

Fischer vor Lassahn

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen wollen wir die Zecheriner Brücke passieren, aber wie schon bei dem letzten Törn kommen wir wieder zu spät, diesmal habe ich mich in der Öffnungszeit geirrt. So können wir ankern, die Seeadler beobachten und ich kann ich einen Abstecher an Land machen zu einigen Kormoranbäumen. Es scheint, als leben hier Fischer und Kormoran in Eintracht.

 

 

Fischer und Kormorane1 klein

Komoranbaum klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nächste Brückenöffnungszeit und weiter geht es nach Kamminke. Wir ankern vor dem Anleger, weil wir den Tiefgang nicht genau kennen und fahren mit dem Beiboot hinein. Der Anleger wäre auch für unser Boot tief genug gewesen, erklärt uns der Bürgermeister, den wir zufällig im Hafenrestaurant treffen. Das Restaurant wird von Polen bewirtschaftet, und das sehr gut. Demnächst soll hier noch ein Wasserwanderrastplatz hinzu kommen. Am Abend nimmt dann der Wind zu und es wird eine unruhige Nacht, wären wir doch nur in den kleinen Kafen gefahren.

25.08. Ausschlafen, Frühstück, Bad, um 11 Uhr geht's Anker auf und in Richtung Swinemünde. An der Grenze ist alles mit Stellnetzen verbaut, das hier überhaupt noch ein Fisch durchkommt? 14.30 Uhr sind wir fest in der Marina. Heidi gefällt die Stadt nicht so gut, wie mir im Juni, aber das Essen und die Preise sind schon verlockend. Am nächsten Tag gibt es bei Sonne und gutem Wind zurück nach Saßnitz. Vor dem Hafen ankert ein Frachter mit Stützen für Windenergieanlagen. Der Hafen ist schon fast leer. Wir bleiben noch einen Tag und wandern zu den ehemaligen kleinen Kreidebrüchen, Richtung Sagard.

 

Marina Swinemünde

 

 

 

vor Saßnitz1

 

 

 

 

Marina Swinemünde 

Hafen Saßnitz

 

 

 

 Reede vor Mukran

 

 

 

Der Hafen Saßnitz schon leer.

 

28.08. segeln wir um die Kreidefelsen und das Kap Arkona nach Hiddensee und legen in Kloster an. Wir besuchen das beste kleine Restaurant von Uwe Gohlke, "Hedins Oe". Am nächsten Tag treffen wir Mathias, meinen Mitsegler vom letzten Jahr. Natürlich besuchen wir wieder die Hiddenseeklause mit der legendären Dorschpfanne und das Puppentheater nebenan.

 

 

 

 KreidefelsenHedins Oe

 

 

 

 

 

 

Im Garten von Hedins Oe bei Uwe Gohlke

Irgendwie hat mich eine Unruhe ergriffen, rechtzeitig für Heidi zurück in Rostock zu sein, also legen wir am 31.08. ab, um den günstigen Wind zu nutzen. Die Sonne scheint, es ist warm und wir baden unterwegs mehrmals. Am Ende muss der Motor helfen, damit wir dann um 19 Uhr am Schnatermann anlegen können. Eigentlich eine Woche zu früh, Heidi hat noch Urlaub, so ein Mist.

 

Auf dem Törn habe ich mir eine Mängelliste geschrieben, die ich noch abarbeiten will, nur Kleinigkeiten! Es leckt durch das Kajütdach, also erst einmal von innen alles auf machen.

Aber erst einmal hat mich Rainer zu einem Törn nach Helgoland eingeladen. Als er mich am Schnatermann besuchte, haben wir abgemacht, dass wir uns jeweils zu einem Törn im eigenen Revier einladen wollen. Und jetzt hat Rainer gleich die Initiative ergriffen, 06. -08.09. auf nach Helgoland. Auch das waren herrliche Segeltage bei Sonne und leichtem Wind ging es direkt hin (Genacker-Wetter) und mit einem Schlag bei etwas mehr Wind wieder bis vor die Leuchttürme vor Bremerhaven. Schon beeindruckend, wenn man so dahin plätschert, aber mit der Tide dabei 8 - 10 Knoten läuft. Helgoland hat mir sehr gefallen (ich war noch nicht dort) und Rainer hat mir alle Ecken gezeigt. Am nächsten Tag kam Gerd (der Rainer ein Stück auf dem letztjährigen Ostseetörn begleitet hatte) noch und wir fanden sogar die Gelegenheit Knieper zu essen, zollfrei einzukaufen, also ich habe alles erlebt, was man auf Helgoland erleben kann!

Rainers VereinBoot läuft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LT Alte Weser1

LT Roter Sand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Helgoland klein

 

 

 

Bunte Häuser am Hafen Helgoland

 

 

 

 

 

 

Baßtölpel

 

 

Abendsonne vor Helgoland

 

 

 

 

 

 

 

 

Gallionsfigur Wassersportclub klein

 

 

Herrenrunde

 

 

 

 

 

 

 

 

Abendsonne vor Helgoland

                                                                                                               Das sind die Seeräuber und Schmuggler von Helgoland, Gerd ist                          sogar langjähriges Vereinsmitglied, eine große Ehre und Zeichen für Unerschrockenheit. 

 

 

 

Kegelrobben Helgoland Düne klein

 

 

 

 

 

 

 

 

Knieperessen

 

 

 

Knieper

 

 

 

 

 

 

 

 

 

auf der Nordsee

 

 

 

 

 

 

 

Zurück in Rostock wurde aus der kleinen Baustelle eine größere. Die Rostocker Holzhändler haben das Bootsbau-Sperrholz nicht vorrätig, Lieferzeit eine Woche, da fahre ich doch lieber selbst nach Mölln und habe es am nächsten Tag. Von unten musste unter dem Teakdeck das Sperrholz entfernt und ersetzt, auch einige Decksbalken, Fummelarbeit, Kleberei mit Harz, Warten. Dann die Isolierung wieder einsetzen, die Elektroleitungen einbauen und als Abschluss die Deckenverblendung. 3 Tage sauber machen, der Staub sitzt in den entferntesten Ecken.

Für die Arbeit habe ich mich dann belohnt, am 08.10. war in Rostock Absegeln. Daran habe ich mit Deep Blue beim Museumshafen teilgenommen. Da das Wetter am Nachmittag nicht mehr so toll war, bin ich am Seehafen zum Schnatermann abgebogen. Ich habe das Absegeln quasi abgebrochen, es gilt noch nicht!

 

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Absegeln 2016 Concordia und Vitara klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 14. Oktober bin ich noch einmal losgesegelt, hach Timmendorf auf Poel. Ich bin ja auf dem Weg nach Travemünde an Timmendorf vorbei gesegelt. Den Hafen kenne ich von Land im Sommer, klein und voll, also jetzt ganz entspannt. Mit raumem Wind ging es in flotter Fahrt dorthin (8 Uhr ablegen, 14 Uhr fest im Hafen) und es waren nur noch 3 weitere Boote dort. Jetzt eine Sauna finden, dann ist das Glück komplett! Leider gibt es in Timmendorf keine öffentliche Sauna (später hörte ich, dass eine Seglerin ein Appartment in Timmendorf mit Sauna gemietet hatte, dieses aber unter aller ...).

Timmendorf HafenTimmendorf leerer Hafen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sauna in Wanger kleinnabendliches Panorama

 

 

 

 

 

 

 

 

Heidi wollte am Wochenende kommen und mit mir wandern, also erkundete ich einen Rundweg über das Gutshaus Wangern (mit öffentlicher Sauna, sehr empfehlenswert!) und auch gleich das Speisenangebot (Mecklenburger Rippenbraten, suuuper). Damit hatte ich also auch gleich den Wanderplan für den nächsten Tag. Mann ist das schön, jetzt in den Häfen, die Leute (Hafenmeister und Fischer) haben Zeit zum Klönschnack und nette Segler trifft man auch noch. Ich mach den Ölofen flott und es ist bei Grog sss gemütlich!

Am Montag, 17.10. soll der Wind langsam weiter südlich drehen, so dass ich auch gut wieder nach Hause komme. ) Uhr Ablegen und 15 Uhr fest am Schnatermann, nicht am Liegeplatz sondern 2 m davor. Bei -32 cm Wasserstand sitze ich auf einem Buckel fest, den es früher nicht gab, den die Hopperbagger am Spülfeld hier mit laufender Schraube angespült haben. Mit Leinen an Land und Winschen schaffe ich es dann, das Boot an die Pier zu bekommen.  

Ich mag nicht glauben, dass dies der letzte Ausflug war.

 

Am Wochenende will ich nochmal nach Gedser segeln. Sailing-Rainer kommt mit und so wird es bestimmt eine kurzweilige Reise. Wir treffen uns am 03.11. auf der "Boot" in Hamburg.Planten und Blomen klein

Für mich geht es über Planten & Blomen, so ein schöner Herbsttag! Die Bootsmesse wird zwar immer dürftiger. Von der aufgesaugten BootFit in Bremen ist nichts zu erkennen, aber wir haben einen Schulungsplan! Wir hören uns mal wieder den Vortrag von Meno Schrader (WetterWelt) an, Rainer bereitet sich schon auf sein "Rund England" im nächsten Jahr vor. Auch ich bin von den Wetterprogrammen so begeistert, dass ich die Programme GRIB-View 2 für den Rechner und SEAMAN für das Handy erwerbe. Dazu gibt es noch einen Reisebericht eines jungen Mannes: Ostsee Rund, der mich sehr enttäuscht. Er hat nicht viel zu berichten und vielleicht auch wenig erlebt. Das hätte ich, bei aller Bescheidenheit, besser gekonnt.

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Gemeinsam fahren wir nach Rostock auf das Boot am Schnatermann. Ich benötige einige Zeit, meinen Reflexofen in Gang zu setzen. Rainer ist schon skeptisch, aber dann brennt er und versorgt uns über das gesamte Wochenende mit wohliger Wärme.

 

 

 

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04.11. Wir lassen es langsam angehen, mittags motoren wir in den Rostocker Stadthafen und legen im Museumshafen an, kaufen noch Kleinigkeiten ein und verholen uns in die "Kogge", die alte Hafenkneipe, wo wir ausgezeichnet bewirtet werden.

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Start Herbstregatta Unterlage Rainer klein

 

 

Rainer hat eine Kiste leckeren Räucherfisch mitgebracht, den wir schon am Vortag und noch in Gedser mit Lust verspeist haben.

Es war der Wunsch die "Herbstregatta nach Gedser" gemeinsam mit einem Frühstück im Bootshaus des RSV zu beginnen, eine sehr gute Idee.

Während wir los segeln, werden im Rostocker Museumshafen die Boote für das Winterlager gekrant. Mit noch schwachem achterlichen Wind geht es mit Motorunterstützung bis zur Ostsee. Auch dort bleibt der Wind sehr moderat für uns, ohne bunte Ballonsegel. Wir setzen alle Segel (Genua, Groß und Besan) und versuchen einigermaßen mitzuhalten. Leider müssen wir von Hand steuern, weil der Automat es nicht schafft, die achterliche Welle vernünftig auszusteuern, aber mit zwei harten Ein-Hand-Seglern auch kein Problem.

 

Zwischen den Molen Herbstregatta klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedser1 klein

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WP 20161105 16 37 15 Pro 2Der Törn macht schon Spaß, weil wir auch viele Boote sehen und zu den Manövern (wir segeln bei achterlichem Wind auf einem Bug, da muss man sich schon etwas einfallen lassen) gibt es immer eine Tasse Glühwein, die uns warm und bei Stimmung hält. So erreichen wir den Fischereihafen in Gedser, wo wir angemeldet sind und der Havnekro sich mit Broiler, Pommes und Öl auf uns vorbereitet hat. Wir sind rund 60 Teilnehmer und der Krug ist gut gefüllt

Auf dem Bootsofen siedet das Teewasser.Teekessel summt klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die anderen Regattateilnehmer segeln am nächsten Tag zurück, um am Montag wieder auf der Arbeit zu sein. Wir "Privatiers" bleiben mit dem umfangreichen Wissen von Meno Schraders Wetterwelt zurück und warten auf die Winddrehung von SSW aus NO bei Wellen aus Ost, Windstärke 5-6, Böen 7. Stattdessen erkunden wir die Umgebung, gehen zum Leuchtturm Gedser Odde und dem südlichsten Punkt des Dänischen Festlandes.

Wandertag1 klein

 

 

 

Leuchtturm klein

 

 

 

 

 

Wandertag Herbstbilder klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wandertag Herbstbilder2 klein

 

 

Leuchtturm Gedser Odde klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wandertag Herbstbilder3 klein

 

 

Wir erleben herrliche Herbstimpressionen am Wegesrand und am Ende finden wir noch eine reichliche Mahlzeit junger Anischampignons. Also Essen an Bord, nur noch ein Bier im Havnekro. Wir sind auch schon allein mit einem Havaristen aus Kopenhagen (Dieselpest, nichts geht mehr).

 

Hafen Gedser klein

 

 

 

 

 

 

 

nur noch zwei Boote im Hafen klein

 

 

 

 

 

 

Abendrot schön Wetter Bot klein

 

 

Wandertag Weihnachtsbild klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das sieht doch schon Weihnachtlich aus. Wir legen 10 Uhr ab und es sind die versprochenen Wetterbedingungen, so geht es schnell zurück zum Schnatermann.

flotte Fahrt nach Hause1 kleinSteuermann ho Land in Sicht Steuermann ho Land in Sicht klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steuermann ho Land in Sicht klein

 

 

Mit dem NO kam kalte Luft. Wir sind 14.30 fest am Schnatermann. Insgesamt sind es 850 sm gesegelt in diesem Jahr.

 

Am nächsten Tag schneit es in Rostock.

 

Ist das nun wirklich das Ende der Saison?

 

 

 

 

 

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