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Oh, es fing spät an 2016!in der Werft 2016

Kranen 2016 

-aus zwei Gründen, der objektive war,

dass das Boot 2015 Wasser am Ruderkoker

genommen hat,

in Fahrt ein Wassereimer am Tag. Im Hafen nicht. Der Sache sollte auf den Grund gegangen werden. Im Winter hätte ich nichts mit Harz ausbessern können, also in die Werft (Frank Schuberth Bootsservice, Rostock-Gehlsdorf, nachdem die Schiffe dort im Wasser sind. Dann ist es warm genug, dass das Laminat trocknet und Reparaturen ausgeführt werden konnten. Es ist dann doch etwas spät geworden, aber das Problem entdeckt und fachmännisch behoben.

 

Bei einer vorhergehenden Reparatur in Schottland, bei der das Kokerrohr schon einmal einlaminiert wurde, wurde gepfuscht. Gleichzeitig hat der Motorenschlosser "Rübe" (Rüdiger Albrecht) den Motor durchgesehen, Zylinderkopf und Einspritzdüsen überholt.

 

Alles klasse gelaufen, ich empfehle euch weiter!

 

Am 3. Juni war Krantermin, eine Woche probieren, Boot ausrüsten, am Montag, 13.06. abends geht es los. Die Tage herrschte NO-Wind, nicht die beste Wetterlage, um nach NO zu segeln. Am Montag Ost, da komme ich schon mal zum Darßer Ort.

Trotz reduzierung der Geschwindigkeit, Fock statt Genua bin ich noch im Dunkel vor dem Weststrand vor Ahrenshoop. Der Wind aus Ost, der mit 5-6, Böen 7 angesagt war schlief langsam ein, so dass Ankern und schlafen angesagt war. Reede Barhöft 2016

Früh ging es weiter nach Barhöft auf die Reede, ein wunderschöner Spätnachmittag und Abend bei Rotwein. Hier war ich früher (vor 30 Jahren bei Picknick an Land und vor 20 Jahren mit meiner Wohnschute) schon einmal und alte Erinnerungen kommen auf - und so wird es auf dem Törn weiter gehen. Vom Darßer Ort habe ich es noch mit Segeln versucht, aber bei dem flauen Wind und Strom gegenan bin ich nicht voran gekommen. Motor.

 

Jetzt muss ich auf den zweiten Grund zurück kommen, den subjektiven:

Nachdem ich im letzten Jahr die Ostsee umrundet habe (Polen, Königsberg, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden, Dänemark, bis Haparanda, fehlte irgendwie die Motivation. So, wie mein Boot kam auch ich nur langsam in Gang.

 

Das es nun nach Rügen geht, liegt an dem Blues-Festival, "Blue Wave" in Binz. 3 Tage Blues, am Tage auf dem Kurhausplatz (Eintritt frei) und abends in Retaurants oder Bars. Ziel war also Seedorf oder Baabe am Bodden und Wanderung nach Binz. Dort hatten wir Ferienwohnungen gebucht. Eigentlich hatte ich wieder die Alands und Schweden im Fokus und ein Freund war schon voraus gesegelt. Von dort höre ich, es ist kalt.

 

Ab Barhöft habe ich den alten Faden wieder aufgenommen. Ich kenne fast alle Ecken an Land von Land aus und bin den Törn, wie gesagt, schon einmal mit meinem damaligen 24m-Binnenschiff "Mutafo" gefahren. Nordrügen ist ja fast immer Etappenhafen oder Hiddensee ein Ziel.

                                                                                                                                                                                                                                 Reede Barhöft, das Fahrwasser zum Grabow 

 

Das die Insel schön ist, klar. Aber das sie so schön ist! Und noch schöner geworden ist! Und hier vernünftige Preise an der Tagesordnung sind!

Ankern ist ja ganz kostenlos und hier gibt es viele Ankerbuchten, nach Barhöft segle ich in die Glewitzer Wiek. Die meisten Segler sind heute von

Steckdose zu Steckdose und warmer Dusche unterwegs. Da bin ich mal wieder allein auf dem Ankerplatz mit der Natur. Im letzten Herbst

(HanseMesse) habe ich mir ein flexibles, zusammenklappbares Solarmodul gegönnt, dass mehr als 100 Watt leistet, dazu das alte Windrad, Glewitzer Wiek

da muss ich auf den Stromverbrauch nicht mehr achten und kann auch mein AIS in vollem Umfang nutzen.

 

15.06.  Der Anker fällt schon um 14.30 Uhr, mitten in der Wiek. Hinein kommt man durch ein enges Fahrwasser, 20 m, dann öffnet sich die Wiek.

Es ist mit der Dyvig in der Insel Als zu vergleichen, nur gibt es dort inzwischen zwei Marinas und es ankern täglich mindestens 10 Yachten dort.

Ich bin ganz allein mit Schwänen und Enten. Leider beginnt es zu regnen, so dass ich keine Lust habe das Beiboot aufzublasen, um alle Ecken zu

erkunden. Es gibt noch einen Rückweg! Als ich morgens auslaufe, holt der Fischer seine Aalreusen ein. Seinen Aalfang kann ich nicht erkennen,

aber im Glas sehe ich einen kapitalen Hecht, der in einer Aalreuse stecken geblieben ist.

 

 

 

Feld bei Seedorf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fischanlandestelle Neu Reddevitz

 

 

 

 

 

16.06. Heute will ich in einen Hafen, von dem ich nach Binz wndern kann. Die Entscheidung fällt auf Seedorf

und dort intuitiv auf den Forellensteg. Man ist das hier schön! Der Hafenmeister "Uwe" empfängt einen noch

und nimmt die Leinen an. Gutes Essen im Ort zum vernünftigen Preis. Warum fahre ich immer nach DK oder

Schweden oder noch weiter?

 

Seedorf

 

 

 

 

 

 

Vom Steg in Seedorf (hier wird gerade die Brücke erneuert) bin ich in 1,5 Stunden nach Binz gewandert. Ein herrlicher Wanderweg, erst durch die Wiesen, dann über die Granitz nach Binz. Leider regnet es den ganzen Weg und ich bin pitschenass, als ich ankomme. Umziehen und zu den Konzerten, 3 Tage, wenig Schlaf, viel gute Musik, nette Leute, wie im Hafen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blue Wave

 Straßenmusik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 19.06. geht es dann wieder zurück zum Boot. Meine Freunde wollen mich nach Seedorf bringen: der Arme, muss so weit laufen! Ich danke und komme auf dem Weg wieder auf das Schrittmaß /Log des Seglers, der hier  ja nur 5 oder 10 Meilen segeln muss, um den nächsten Hafen oder die einsame Ankerbucht zu erreichen.

Zurück im Hafen werde ich freundlich von dem Hafenmeister, Uwe Rosengarth, begrüßt. Hier in Seedorf ist man in einer großen Familie. Immer ist jemand da, der die Leinen annimmt, beim Hafenmeister gibt es gekühlte Getränke, abends wird gemeinsam Fußball gesehen.

Ich treffe Segelfreunde aus Rostock, Heidi und Peter Behrens, einen Segler aus Berlin, der hier immer den Mai/Juni verbringt, solange es für ihn auf der offenen Ostsee noch nicht warm genug ist. Es gibt hier auch eine hervorragende Weinbar mit kleinen leckeren Snags, die den Aufenthalt versüßt und verlängert. Also, hier besteht Gefahr, dass das Boot fest wächst!

Peilturm Peenemünde

 

Nachdem ich noch die schöne Umgebung durchwandert habe segle ich am 22.06. weiter über den Greifswalder Bodden nach Freest, vorbei an den alten Peiltürmen von Peenemünde. Im Hafen treffe ich den Mitarbeiter der Fischereiaufsicht, der hier viel zu tun hat, ein lebhafter Fischereihafen. Ich bekomme den Tipp auf einen bestimmten Kutter zu warten, der in Kürze mit Steinbutt einlaufen wird. Ich nehme den kleinsten, der gerade noch in meine Pfanne passt. Mann, sind das dicke Dinger! Und die schmecken!

 

Freest HafenAuf der Werft werden noch Holzkutter repariert.

 

 

 

 

 

 

 

23.06. Es weht wieder ein frischer Wind und ich will nochmal über den Greifswalder Bodden segeln. Die kleinen Wellen erlauben sogar bei amWind Kursen hohe Geschwindigkeit. Die Prospekte versprechen viele Seehunde. Ein Ausflugsdampfer bietet Seehundtouren. Vom Fischereiaufseher habe ich erfahren, dass wenn, sie auf dem „Großen Stubber“, einer trocken fallenden Untiefe im Bodden zu finden sind. Ich segle also zum Stubber, vor mir ist auch ein Ausflugsschiff dort, leider aber keine Seehunde, nur Kormorane. Weiter geht’s in die „Zicker See“ zum Ankern. Beim ersten Mal hält der Anker nicht, zweiter Versuch, jetzt hält der Anker. Schlauchboot aufblasen? Ach, nee, Urlaub, in die Abendsonne sehen und Bier trinken, Urlaub!

Später laufen noch mehrere Boote an mir vorbei zum Hafen Thiessow, keine Bewegung auf dem Schiff, wie von Geisterhand rollt sich erst die Genua ein, dann das Groß in den Mast. Bei mir steht die Genua noch an Stagreitern, beim Groß macht mir ein Lazy Jack (zu deutsch: „Faulenzer“) die Arbeit leichter, aber es ist immer noch Arbeit!

So verändern sich die Zeiten, aber im Museumshafen bin ich kein ordentliches Mitglied, weil mein Boot zu modern ist!

Am nächsten Tag erkunde ich noch die rügenschen Häfen am Greifswalder Bodden, keiner ist so schön und geschützt, wie Seedorf. Also segle ich wieder dahin zurück, Heidi will mich am Wochenende besuchen kommen, da sollte es der schönste Hafen sein und ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Das erste Ziel ist die Moritzburg in Moritzdorf über dem Zugang zum Selliner See.

Heidi MoritzburgMoritzburg

 

Als ich vorher den Weg allein gegangen bin habe ich einen Pirol wegfliegen sehen, toll, habe

ich schon lange nicht mehr gesehen.

Von Moritzdorf nach Baabe setzt man mit einer Ruder-Fähre über, harte Arbeit für den Euro

pro Person. Da kann der Fährmann nicht viele Pausen machen.

Wir laufen weiter nach Baabe an die Ostseeküste und von dort nach Sellin und weiter um den Selliner See.

Im "Seeblick" in Neuensien gibt es Dorsch auf Senfgurken, ein Tipp der Weinbar in Seedorf, lecker!

 

 

Es sind herrliche Sommertage, fast zu heiß.

 

Am nächsten Tag fahren wir ein kleines Stück mit dem Auto und wandern dann in die Granitz zum Jagdschloss.

 

 

 

 

 

Seeliner See wird entschlammtSellin Seebrücke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Turmtreppe im Jagdschloss GranitzNeuensiener See vom Jagdschloss aus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                  Blick vom Jagdschloss zum Neuensiener See

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26.06. Heidi ist wieder abgefahren, die Gewitter sind durchgezogen, Deutschland gewinnt im Fußball. (Das Spiel habe ich in der Weinbar gesehen. Auch hier gehöre ich schon zur Familie.) Jetzt blase ich endlich mein Beiboot auf, um mehr auf Tuchfühlung mit der Landschaft gehen zu können.

27.06. Auf geht es in den Peenestrom nach Krummin, vorbei an Freest.

Wieder geht es bei frischem Wind schnell über den Bodden nach Wolgast. Bei der Hornschen Werft mache ich kurz fest, um Brot zu kaufen und auf die Brückenöffnung zu warten. Hier treffe ich wieder eine Gemeinschaft von Bootsfahrern, die sich nicht vom Steg lösen können. Ein kleines Bistro mit offensichtlich guter Küche und liebevoller Betreuung (Circe) lässt die Motorbootfahrer nicht los. Es ist ja soo anstrengend, ablegen, anlegen, wenn wir doch hier alles haben, was wir brauchen! Für mich gibt es lecker Fischbrötchen.

Krummin WasserwanderrastplatzWolgast Brücke

 

                                                                            Wasserwanderrastplatz Krummin

                                                                            liebevoll gestaltete Anlage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Nachbarort von Krummin, Neeberg wohnt ein ehemaliger Kollege, den will ich besuchen, Erich. Er ist, vor allem, ein Gartenkünstler, seine Frau betreibt die „Galerie im Hühnerstall“ und einen Feng Shui Garten, wirklich sehenswert!

Neeberg Galerie im HühnerstallNeeberg Erichs Garten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag geht es um die Ecke nach Netzelkow. Den Betreiber des Anlegers und des Restaurantschiffes kenne ich von meiner früheren Arbeit. All den Leuten hatte ich vor langer Zeit versprochen, sie einmal mit dem Boot zu besuchen. Das erfülle ich jetzt und so wird die Reise z.T. zu einer Reise in die Vergangenheit (alte Kollegen, alte Geschäftspartner, altbekannte Orte). In Netzelkow treffe ich wirklich Vergangenheit, ein maroder, gesperrter Anleger, aus der Karte ist ersichtlich, dass die Wassertiefe für Deep Blue nicht reicht. An den ersten Heckpfählen (ausgediente Bohrgestänge aus der Erdölzeit) kann ich fest machen. Von dort geht es mit dem Schlauchboot zum „Restaurantschiff“ in die DDR-Vergangenheit. Das Essen verkneife ich mir, nachdem der Wirt einem Gast erklärt hat, dass Fisch am besten kurz angebraten (wegen der Farbe) und dann in der Mikrowelle gegart wird. Dazu gibt es den super hausgemachten Kartoffelsalat. Vorher hatten Gäste sich schon an den gegrillten (und dann in der Mikrowelle erwärmten) Rippchen versucht.

Immerhin erfahre ich viele Neuigkeiten (z.B. über die Geldverschwendung in Naturschutzprojekten, hier auf der Insel Görmitz) und alte Geschichten.

29.06. Nachdem ich das Fußballspiel Deutschland gegen Slowakei noch in Seedorf (3:0) gesehen habe, großer Jubel, wollte ich das Spiel der Polen in Polen, Swinemünde sehen. Brückenöffnung 8.45 Uhr verpasst. Meine Uhr geht nach, 15 min zu spät, Ankern, Baden, zweites Frühstück, Regenschauer abwettern. 12.45 Uhr nächste Chance. Inzwischen scheint die Sonne wieder. Wieder alles richtig gemacht!

Jetzt befinde ich mich in einem Regattafeld, Berlin-Brandenburgischer und Ückermünder Segler! Vor der Brücke geht es zu, wie an der Startlinie zu einer Jollenregatta. Nicht nur, dass jeder der erste durch die Brückenöffnung sein will, sondern „Gegner" werden auch abgedrängt. Dieses Schauspiel schaue ich mir mit Vergnügen an. Regattasegler war ich auch mal, so komme ich gar nicht so schlecht weg. Dann, zack ist die Rollgenua entfaltet und es geht durch das enge Fahrwasser, Motor läuft volle Pulle mit. Ich brauche Zeit, setze zuerst das Großsegel, da läuft mein Motor noch im Standgas mit. Der Autopilot steuert nicht so genau in den wechselnden Strömungen, trotzdem wird für den Einhand-Segler kein Meter Platz gemacht, böse Blicke, Position halten. Der nun achterliche Wind nimmt zu, ich habe inzwischen Fock und Besan gesetzt und es geht mit gut 7 kn voran Richtung Polen. Mit dem zunehmenden Wind wird auf den anderen Booten die Genua immer weiter eingerollt, bald wird nur noch mit Motor gefahren. Manchmal denke ich, etwas weniger Segel würden es auch tun, aber nun erst recht! Man lässt mich ziehen. So komme ich früh durch die Kaiserfahrt nach Swinemünde und finde einen schönen Platz in der Marina.

Fahrt im Großen Haff

Zecheriner Brücke Rennfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kaiserfahrt

Kormorane überall am Haff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

01.07. Die Polen haben am Abend im Fußball gegen Portugal im 11-m-Schießen verloren, nach großem Lärm war es dann plötzlich ganz still.  Kein Freibier!

Die Stadt hat mir nicht sonderlich gefallen. Die technischen Anlagen der neuen Marina machte auf mich und meinen schwedischen Nachbarn einen ziemlich herunter gekommenen Eindruck; im Fort „Engelsburg“ wird ein Sammelsurium von alten Gegenständen und Nippes ausgestellt und eine historische Karte von Polen, die  irgendwie nicht stimmen kann. Auf meine Frage, wieviel der Stadt im Krieg zerstört wurde, konnte man mir keine Antwort geben (viel). Das ist einfach schade.

Es gibt einige schöne alte Straßenzüge im Jugendstil und jetzt mit EU-Mitteln (Leader) neu renovierte Häuser. Swinemünde war sicher einmal eine sehr schöne kleine Stadt.

Engelsburg Kinderbelustigung Kitsch und KrimskramsPolski Schach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fort Engelsburg (ähnelt der Engelsburg in Rom), Zitadelle                                                                                                                                                         Polski Schach

 

Swinemünde LeuchtturmSwinemünde Molenfeuer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leuchtturm                                                                                                                                                                                                                            Molenfeuer

 

 

 

02.07. Mich zieht es wieder nach Rügen zurück. 8.00 Uhr passiere ich die Molen zur Ostsee und am Wind geht es entlang der Usedomer Küste nach Norden. Nachmittags 15.00 Uhr bin ich wieder fest in Seedorf. Das ist nicht sonderlich einfallsreich, aber am Abend spielt Deutschland gegen Italien und bei dem unbeständigen Wetter ist Seedorf einfach der ideale Hafen.

03.07. Aufbruch nach Hause. Rainer Wäsch (sailing rainer) kommt auf seiner Wohnwagentour nach Rostock und da muss ich ihn doch begrüßen und seine Frau Ilse kennen lernen. Wir haben uns im letzten Jahr desöfteren auf unserer Ostseerundfahrt getroffen und gemeinsame Pläne diskutiert. Von ihm haben wir viele Tips für die Reise bekommen und ich konnte ihn animieren, von Vaasa aus nicht in Richtung Höga Küsten zu segeln, sondern mit uns nach Haparanda zu gehen. 

Das Wetter machte es nicht so leicht wieder nach Westen zu segeln. Erste Etappe bei strammem Westwind Stralsund, Marina an der Nordmole, zweite Etappe am 04.07. Barhöft, Reede. Am Dienstag soll der Wind kurzzeitig auf Süd drehen, die Chance nach Westen voran zu kommen. Auf der Reede finden sich dann am Abend auch drei weitere Boote ein. Mein Versuch ein wenig zu schlafen, gelingt mir nicht. Um 02 Uhr soll der Wind bis 05 Uhr auf Süd drehen, mittags dann vor Rostock aber schon wieder auffrischen und wieder auf West drehen, das ist das Zeitfenster. 22 Uhr ist der Wind aus West eingeschlafen und ich tuckere schon mal langsam in’s Gellenfahwasser. Draußen kann ich Segel setzen und Kurs WNW laufen. Der Wind dreht langsam südlicher und ich mit ihm, so dass ich genau an den Rifftonnen Darßer Ort ankomme und dann geht es noch südlicher zur Ansteuerung Rostock. Alles richtig gemacht, morgens 8.30 Uhr bin ich fest am Schnatermann, zu Hause.

 

Abend am Ankerplatzzurück am Schnatermann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrigens, ich soll nicht so viel vom Schnatermann reden (und am besten mein AIS-Signal ausschalten), wir wollen unter uns bleiben. Na, ich glaube die Marina ****-Segler kommen ohnehin nicht.

 

09.07. Rainer ist gestern mit seinem Wohnwagen planmäßig auf dem Zeltplatz Markgrafenheide angekommen. Wir zeigen ihm und Ilse meine "Heimathäfen "Schnatermann" und Museumshafen, die Altstadt und trinken am Nachmittag Kaffee an Ilse's Wohnwagen. Sie stellt klar, das Boot "Svantje" gehört Rainer und mir der Wohnwagen, Urlaub hat nur Ilse, Rainer ist der Fahrer.

Am Montag bekommt der Fahrer noch einmal frei und besucht mich am "Schnatermann". Mit dem Beiboot erkunden wir Hafen und Kanäle.

 

 

 

 

Rainer 2Rainer1 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt verfolge ich mit Spannung Rainers Reiseberichte auf dem Landweg und mach mein Boot wieder klar, um in See zu stechen, vermutlich erst einmal nach Westen, um dann, wenn Heidi im August Urlaub hat, nochmal nach Rügen zu segeln. Ist das nicht die beste Empfehlung?

 

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